Autor Thema: Geschichten aus Tron  (Gelesen 60 mal)

Offline Mishka

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Geschichten aus Tron
« am: August 31, 2021, 22:05:17 »
* Eine Geschichte geschrieben von Moritz Botte, um uns über eines der ersten Erscheinen von Helwinter in Tron zu unterrichten*

Etwa 3 Wochen nach der Gramshatz und etwa 1 Woche nach der Rückkehr der Novizen aus Auenfeld
zur Feste Tron.

Tron, Dorf Kaltenstein bei Walderheim, Gemarkung Dreifeld, in der Taverne zur Fuchsfiedel… Nach
Sonnenuntergang.

Es ist ein windiger und kalter Abend, als Jonas nach Beendigung seiner Arbeit beschließt in der
Fuchsfidel noch ein Bier zu trinken. Den Kragen seines Mantels hochgeschlagen, um sich vor dem
schneidenden Wind zu schützen, und eine Flackernde Laterne hoch über seinen Kopf haltend finden
seine Füße den Weg fast von allein von der Knechtsunterkunft, welche er sich mit 4 weiteren
Knechten teilt, zur Fuchsfiedel. Seltsam, denkt er sich, sonst ist um diese Zeit doch immer schon
Stimmung in der alten Fiedel. Doch diesmal dringt kein Gelächter, kein Gesang oder das Schlagen der
Seiten einer Laute aus der Taverne hervor. Licht scheint aus den Fenstern der Taverne, doch es ist
still wie bei einer Trauerfeier. Als Jonas die Tür zur Fuchsfidel öffnet hört er die Stimme des alten
Otis, den Kämmerer des Edlen Herrn Gerald von Vierfeldern, welcher vor einigen Jahren vom
vorherigen Baron, Than von Durheym, zum Verwalter der Westlichen Ländereien um Walderheim
ernannt wurde. Der alte Otis sitzt, umgeben von einer nicht unansehnlichen Schar von Männern und
Frauen, auf einen Stuhl in der Mitte des Schankraums. Alle sind still und lauschen wie gebannt den
Worten des alten Otis und als Jonas die Tür öffnet kann er gerade noch von Otis hören: „…winter
geht um in Tron, und er trägt das Richtschwert seiner Majestät bei sich… Ich sage Euch, bis zum Ende
diesen Jahres wird der Schnitter grausige Ernte einfahren in Tron!“. Jonas schließt die Tür der
Fuchsfiedel und ruft ein halblautes „guten Abend allerseits“ in den Schankraum. Ein gutes Dutzend
Köpfe drehen sich zu ihm um und ein beinahe einstimmigen zischenden „PSSSSSSST“ ist von der
Gruppe zu hören. Eduard, der Wirt der Fuchsfidel, reicht, mit weit aufgerissenem Mund und Augen,
Jonas einen Krug Bier und flüstert „setz Dich Jonas, und höre zu was Otis zu erzählen hat…. Das wirst
du nicht glauben können!“.

Jonas macht wie im geheißen und setzt sich verwundert zu den anderen in den Kreis um Otis und
verfällt Augenblicklich auch der rauchigen Stimme des alten Kämmerers….

Hört mir zu Ihr braven Männer und Frauen von Kaltenstein, Gestern Abend kam der Tod in das Haus
des Edlen Herrn Gerald von Vierfeldern. Zur Abendstunde klopfte er an die Tür. Drei mal…. Poch!,
poch!, poch!.... Ich wunderte mich, war das Abendmahl doch längst verrichtet und die Kinder des
Edlen Herrn schon zu Bett. Ich war mit dem anderen Gesinde gerade in der Küche und wir Asen
unsererseits gerade unser Abendbrot, als wir das Dröhnen von der Haustür hörten. Ich nahm mir
eine Kerze vom Tisch und sagte zu den anderen sie sollen sitzen bleiben, ich würde mich um diese
Angelegenheit kümmern. Da hörten wir es wieder… Poch!, poch!, poch!... Jeder einzelne Schlag so
tief wie das verheißende Grollen eines Gewittersturms im Herbst. Mir wurde es doch etwas bang,
was ich eigentlich nicht so von mir kenne und so bedeutete ich Fenno, welcher dem Edlen Herrn auch
als Waffenknecht diente, mich zu begleiten. Ach, der Arme Fenno… wäre ich doch nur allein zur Tür
gegangen… Fenno nahm seinen Gürtel mit der Bauernwehr vom Haken und folgt mir. Als wir durch
den Empfang zur Tür liefen hörten wir es wieder… Poch!, poch!, poch!... Jaja, rief ich, beim Drachen
nur Geduld und wehe es ist nichts Wichtiges zu dieser Stunde. Ich blickte noch einmal zu Fenno und
öffnete dann den Riegel zur Tür und öffnete diese einen Spalt……

Was hast du gesehen Otis, rief ich voller Spannung in die Runde, woraufhin mich sofort wieder ein
einstimmiges „PSSSST“ zur Ruhe mahnte. Otis blickte mich mit weit aufgerissenen Augen an und
sagte…   Und was ich sah war ein Gesicht mit einem Paar Augen, diese waren so Eisblau das ich das Gefühl
hatte meine Seele würde gefrieren wenn ich zu lange in sie hinein sehe! Ein Mann stand vor der Tür,
sein Gesicht war grimmig und seine Haltung stoisch. Er stand vor der Tür, so selbstverständlich wie
als wäre er ein Baum, der vor Jahrzenten dorthin gepflanzt wurde, und hätte nie etwas anderes getan
als da zu stehen durch alle Gezeiten. Er war von kräftiger Statur, gekleidet wie ein bewaffneter auf
Reisen und er Trug an seiner rechten Schulter das Schwarz und Rot zusammen mit dem steigenden
Einhorn des Barons und auf seiner linken Schulter einen geschnörkelten Wolf auf seinen
Wappenschilden. Auf seinem Rücken trug er ein langes Bündel.

Ein Raunen ging durch die Gruppe in der Taverne und Jonas reichte Otis seinen Krug mit Bier, als er
merkte das Otis Becher Leer war und er seinen eigenen nicht einmal angerührt hatte. Otis nahm
diesem nickend an und erzählte weiter.
Ich fragte den Fremden was er zu dieser späten Stunde wolle und ob dies nicht Zeit bis morgen hätte.
Da begann der Fremde zu reden. Seine Stimme war leise und tief und er sagt er käme direkt vom
Baron Leomar von Falkenberg, welcher seinerseits direkt im Auftrag seiner Majestät Silvanus Magnus
von Eichenhein handle und er hätte frohe Kunde für den Edlen Herrn Gerald von Vierfeldern, seine
Frau und Kinder zu überbringen. Er drehte sich dabei leicht nach links, so dass ich gut das Wappen
auf deiner rechten Schulter erkennen konnte. So war ich hier sitze und atme, es war das Wappen des
Barons, seiner Hochwohlgeboren Leomar von Falkenberg.

Frohe Kunde dachte ich, es muss wahrhaftig etwas wichtiges, sein und das der Edle Herr mehr als
erzürnt sein würde, wenn ich diesen Boten nun wegschicken würde und es sich tatsächlich um
wichtige, freudige Neuigkeiten handeln würde. Als gewährte ich dem fremden Einlass und hieß ihm
im Empfang zu warten. Fenno hieß ich bei ihm zu bleiben… Oh armer Fenno, bitte vergib mir… Ich
eilte ins Kaminzimmer, wo der Edle Herr und seine Gattin saßen um sich Ihren Abendgeschäften zu
widmen. Ich erzählte ihm sofort was soeben geschehen war und wer dort vor der Tür stand. Als der
Edle Herr hörte das der Bote vom Baron im Auftrag seiner Majestät käme und ein langes Bündel über
den Rücken trug und das die Nachricht für ihn, seine Frau und Kinder bestimmt sei wurde der Edle
Herr ganz fahrig und murmelte nur so etwas wie „Endlich, bekommen wir die Würdigung und
Belohnung zu teil, welche ich uns verdient habe!“… „Worauf wartest du, Otis? Hol meine Bälger und
dann lass diesen Boten ein… Ich kann es kaum erwarten!“…. Als ich ging hörte ich den Edlen Herrn
seine Frau noch anherrschen das sie sich einen guten Abendmantel überwerfen solle und sich mit
den Kindern hinter Ihm aufstellen solle… Ich eilte wieder hinunter in den Empfang wo Fenno
zusammen mit dem fremden wartete. Ich sagte dem Fremden, das der Edle Herr ihn empfangen
würde, er sich allerdings noch einen Moment gedulden müsse und ob er solange ablegen möchte?
Der Fremde antwortete darauf nichts, sondern sah mich nur mit seinen Eisblauen Augen an. Das
genügte mir als ein nein und weil ich es nicht länger ertrug in diese Augen zu sehen drehte ich mich
seitlich zu ihm und wir warteten in unangenehmer stille darauf das der Edle Herr die Glocke läutete
und somit sagte das er bereit für die frohe Kunde wäre.

Es kam mir wie eine Ewigkeit vor, doch dass klingeln der Dienstglocke erlöste uns aus dieser
Situation. Ich ging voran, dann der Bote und zum Schluss Fenno. Als wir das Kaminzimmer erreichten
sah ich im prächtigen Anblick den Edlen Gerald von Vierfeldern in seinem besten Abendmantel vor
dem Kamin stehen und hinter ihm seine Frau Merlind und seine Kinder, seinen ältesten Sohn
Korbinian und seine junge Tochter Almut. Wir gingen hinein und Fenno folgte uns, schloss die Tür
und positionierte sich davor im Raum. Kaum waren wir eingetreten begann der Edle Herr auch schon
zu sprechen. Willkommen Bote, der Du freudige Kunde seiner Majestät und Hochwohlgeboren für
meine Familie und insbesondere mich bringst. Doch wirst du sicher verstehen, dass es schon zu
später Stunde ist, deswegen wünsche ich das du deine Nachricht jetzt direkt und ohne umschweife
vorträgst und was du mir zu übergeben hast mir übergibst. Danach kannst du zurück ins Dorf laufen
und dir dort eine Bleibe für die Nacht suchen… Der Bote schwieg eine weile und als der Herr
ungeduldig wurde rief er: „Hat es dir die Sprache verschlagen? Nun sprich er endlich!“.

Der Fremde ließ das Bündel von seiner Schulter gleiten, das was dort drinnen verpackt war schien
schwer zu sein. Dann blickte er direkt den Edlen Herrn an und begann zu sprechen. Edler Herr Gerald
von Vierfeldern, im Auftrag seiner Hochwohlgeboren Baron Leomar von Falkenberg komme ich, um
Euch im Angesicht eurer Familie die Freudige Kunde zu überbringen das ihr hier und jetzt….

Otis räusperte sich und musste Husten. Erzähl weiter man, was ist dann geschehen, hörte man aus
der Runde um Otis aus verschiedenen Mündern. Otis nahm einen Schluck Bier und erzählte weiter:

Euer Knie vor Baron Leomar von Falkenberg Beugen könnt und somit eure Treue gegenüber Tron und
seiner Majestät Ausdruck verleihen dürft. Ich selbst werde Euren Kniefall gegenüber dem Baron
bezeugen und ihm freudig übermitteln, dass die Familie von Vierfeldern loyal zu Tron und seine
Hochwohlgeboren steht.

Stille…. Ich sage euch, nach dem dieser Fremde genau diese Worte, möge der Drache mir die Zunge
nehmen wenn ich hier die Unwahrheit spreche, gesprochen hatte war es so still im Raum das man
hätte eine Stecknadel fallen hören können. Der Edle Herr lief vor Zorn rot an und mit einen mal
platze der ganze Zorn aus ihm heraus. Er brüllte aus Leibes Kräften, was erlaubst du dir du Lump? Das
ich vor dir das Knie beuge, um diesen Emporkömmling meine Aufwartung zu machen? Der alte Baron
Than von Durheym hat mich und meine Familie höchst persönlich in den Adelsstand erhoben und mir
die Verwaltung dieser Ländereien zugetragen. Ihm habe ich die Treue geschworen, dieser Falkenberg
soll erst einmal beweisen wer oder was er ist!... Die Tochter des Edlen Herrn fing zu weinen an und
klammerte sich an den Rock Ihrer Mutter und der Sohn des Edlen baute sich ebenfalls zu seiner
kindlichen Größe auf, im Glauben den Standpunkt seines Vaters damit zu stärken.

Fenno, rief der Edle Herr, packt diese Lump und werft ihn aus meinem Haus… Nein, noch besser…
schneidet ihm meinerseits eine Nachricht für den Baron in seine Haut, er darf sich verpissen und uns
wahre Tronner das machen lassen was wir schon immer getan haben!... Armer, armer Fenno, als
dieser zu seiner Bauerwehr griff und diese schon beinahe halb aus seiner Scheide gezogen hatte
wirbelte der Fremde herum. In seiner rechten Hand hatte er plötzlich ein Beil. Ehe Fenno überhaupt
bemerkt hatte wie ihm geschah hatte der Fremde sein Beil auch schon gegen Fenno geworfen. Mit
einem dumpfen schmatzen schlug das Lächeln des Beiles direkt in Fennos Stirn ein und tötete ihn auf
der Stelle. Noch während Fenno tot an der Tür herab sackte, drehte sich der Fremde wieder dem
Edlen Herren und seiner Familie zu, griff in das Bündel und holte dort ein Richtschwert heraus,
welches von einer Rot/Schwarzen Banderole geziert war. Noch ehe der Edle irgendwas sagen konnte
ergriff der Fremde das Wort. Edler Herr Gerald von Vierfeldern, auf dem Fundament des Willens
seiner Majestät Silvanus Magnus von Eichenhein und auf direkten und ausdrücklichen Befehl seiner
Hochwohlgeboren Baron Leomar von Falkenberg überbringe ich euch hiermit euer Urteil dafür das
ihr den Kniefall verweigert, welchen euer Baron von euch fordert. Ihr seit hiermit zum Tode durch
das Schwert verurteilt und dieses Urteil soll sofort vollstreckt werden, so ist es der Befehl seiner
Hochwohlgeboren.

Der Edle Herr wurde kreide bleich! Er blickte wild im Raum umher, wo er eine Waffe finden konnte.
Doch, ehe er irgendwas finden und ergreifen konnte machte der Fremde einen Satz nach vorne,
rammte seine linke Faust in den Bauch des Edlen Herren, so kraftvoll und entschlossen dass es
diesem alle Luft aus dem Körper zwang. Der Edle Herr klappte sofort vorn über und landete auf allen
vieren. Als dieser noch verzweifelt nach Luft schnappte packte der Fremde den Edlen Herrn am
Kragen seines Abendmantels und zerrte ihn, unter dem entsetzlichen Geschrei seiner Frau und
Kinder, durch das Kaminzimmer bis zum Fußhocker des großen Herren Sessels, warf den Edlen Herrn
auf diesem improvisierten Schafott und schlachtete den Edlen Herrn an Ort und stelle mit nur einem
Hieb seines Richtschwertes wie ein Stück Vieh!.... Ich sage schlachten und nicht Hinrichten, weil es
gab keine letzten Worte, keine verlesene Anklage, keine Möglichkeit der Erhebung von Gnade. Der
Bote hielt nicht einmal einen kurzen Moment in seinem Handeln inne. Er schwang das Schwert und
trennte Gerald von Viefeldern mit einem einzigen Schlag den Kopf von den Schultern. Merlind von
Vierfeldern fiel auf Ihre Knie und klammerte Ihre Tochter Almut an sich. Korbinian von Vierfeldern
stand zitternd an Ort und stelle und hatte alles von seinem kindlichen trotz verloren, mit welchen er
meinte seinen Vater unterstützen zu müssen. Der Bote drehte sich wieder der Familie zu und richtete
seinen Blick auf Korbinian. Dann sprach er: Edler Herr Korbinian von Vierfeldern, im Auftrag seiner
Hochwohlgeboren Baron Leomar von Falkenberg komme ich, um Euch im Angesicht eurer Familie die
Freudige Kunde zu überbringen das ihr hier und jetzt Euer Knie vor Baron Leomar von Falkenberg
Beugen könnt und somit eure Treue gegenüber Tron und seiner Majestät Ausdruck verleihen dürft.
Ich selbst werde Euren Kniefall gegenüber dem Baron bezeugen und ihm freudig übermitteln, dass
die Familie von Vierfeldern loyal zu Tron und seine Hochwohlgeboren steht!

Merlind von Vierfeldern fing an zu schreien und zu schluchzen als sie Begriff wie das hier enden
würde und wand sich ihren kreidebleichen Sohn zu. Knie nieder, Korbinian. Beuge dein Knie für seine
Hochwohlgeboren Baron Leomar von Falkenberg, ich flehe dich an, mein Sohn. Korbinian fingen an
die Tränen über sein junges Gesicht zu laufen als er sich seiner Mutter zu Wand und schluchzte: ich
kann nicht!... Sein blick wanderte beinahe flehend durch den Raum und blieb bei mir hängen als
wolle er mir sagen, Otis… sag mir was ich tun soll, rette mich vor diesen Fremden. Ich blickte dem
jungen Herrn fest in sein Gesicht und nickte ihm dann zart zu und zeigte ihm meine Hände, welche
mit den Handflächen nach unten gen Boden zeigten.

Der Fremde trat einen Schritt vor, auf Korbinian von Vierfeldern zu, hob das Richtschwert und
begann gerade wieder die gleichen Worte des Urteils zu sprechen mit welchen er vor wenigen
Momenten das Schicksaal seines Vaters besiegelte als Korbinian schluchzend auf seine Knie sank.
Seine Mutter kroch sofort zu ihm, ergriff seine Hand und zerrte ihn zu sich und klammerte ihre
beiden Kinder an sich. Merlind von Vierfeldern blickte zu dem Fremden hoch und schluchzte: Wir
knien Herr, wir knien voller Demut vor seiner Hochwohlgeboren dem Baron. Bitte habt Gnade und
vergesst den Kindlichen trotz meines Sohnes. Ihre Stimme wurde zu einem flehenden flüstern und
immer wieder wiederholte sie leise: wir knien Herr, wir knien vor dem Baron.

Der Fremde blickte Merlind von Vierfeldern lange an als wäge er ab, ob ihre Worte aufrichtig seien?!
Dann nahm er das Schwert und wischte das Blut von Gerald von Vierfeldern davon an dem Saum
seines prunkvollen Abendmantels ab und verstaute es wieder in seinem Bündel, drehte sich um und
ging zur Tür, vor welcher der arme Fenno immer noch tot in seinem Blut lag. Ganz beiläufig, im
vorbei gehen, zog er sein Beil aus Fennos Stirn und öffnete die Tür. Die Edle Dame Merlind rief dem
Fremden hinterher: was soll jetzt aus uns werden? Der Fremde blieb stehen und blickte nur über
seine linke Schulter leicht zurück, den Rücken aber weiter der Familie zu Gewand und sagte: Seit Treu
wie Tronner Stahl, wascht den Namen Eurer Familie rein und werdet Teil des wiedererblühen von
Tron!...

Ich weis nicht was über mich kam aber aus irgendeinem Grund platzte es aus mir heraus und ehe ich
mich versah kamen die Worte auch schon aus meinem Mund und ich rief den Fremden hinterher:
Wer bist Du, Fremder?... Wieder blieb er stehen und blickte über seine Schulter zurück und
antwortete: Mein Name ist Helwinter!...

Es war toten still in der Fuchsfiedel als Otis seine Erzählung beendet hatte. Otis nahm den letzten
Schluck Bier aus Jonas Becher und stellte ihn vor sich auf dem Boden ab. Ich sage Euch, sprach er,
Helwinter geht um in Tron, und er trägt das Richtschwert seiner Majestät und das Urteil des Barons
mit sich! Der grimme Schnitter wird grausige Ernte einfahren in diesem Jahr. Dann erhob er sich und
blickte in die Gesichter der Runde. Deswegen sage ich Euch, lasst uns unsere Stimmen und Becher
erheben und unsere Treue zum Baron bekunden. Treu wie Tronner Stahl… Intonierte Otis und zum
ersten mahl an diesem Abend waren aus der Fuchsfiedel weithin die lauten Stimmen vieler Männer
und Frauen zu hören, welche wie aus einer Kehle den Spruch erwiderten: Treu wie Tronner Stahl!...
« Letzte Änderung: August 31, 2021, 22:07:24 von Mishka »
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