Autor Thema: Kettenhemd  (Gelesen 4555 mal)

Offline Thomas

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Kettenhemd
« am: Januar 15, 2008, 17:50:21 »
Hallo ich will mir nächsten Monat eine Kettenhemd Kaufen.

Mal eine frage in einer Größ wo ich drauch kriege ich mir bei Aus Omas Truhe was.

was ist beser brüniert oder verzinkt.


Gruß Thomas
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Loki

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Re: Kettenhemd
« Antwort #1 am: Januar 15, 2008, 18:27:09 »
Sorry aber ich kann deinen Satz nicht ganz deuten.  ???

Cya
Marv

Offline Gmorks Bedauern

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Re: Kettenhemd
« Antwort #2 am: Januar 15, 2008, 18:50:38 »
was ist beser brüniert oder verzinkt.

Ehrlich? Ist beides Scheiße! Aber rüniert ist noch beschissener als verzinkt. Verzinkt erinnert wenigstens noch an Metall. Und schwarze Plastik-Look-Kettenhemden sind auf der selben Ebene anzusiedeln, wie Latex-Katanaschwerter.

Gruß,
Björn
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Offline Utsch

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Re: Kettenhemd
« Antwort #3 am: Januar 15, 2008, 19:07:18 »
..., wie Latex-Katanaschwerter.

ausgenommen den alten von HK  ;D
"Corpsedale, bitch!"

Offline Coran

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Re: Kettenhemd
« Antwort #4 am: Januar 15, 2008, 20:58:38 »
ist und bleibt ein Katana  ;D


Offline Seronir

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Re: Kettenhemd
« Antwort #5 am: März 03, 2008, 11:09:58 »
btt: vernünftig brünierte Kettenhemden sind was feines! Wie man die von Omas Truhe zu bewerten hat, weiß ich aber nicht. War im Mittelalter eigentlich auch eher Standard, weil der Stahl viel rostempfindlicher war als unserer heute. Darum wäre gerade zu fahrlässig gewesen, sein Kettenhemd nicht auf die Weise zu schützen!

Offline Utsch

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Re: Kettenhemd
« Antwort #6 am: März 03, 2008, 15:35:32 »
ist und bleibt ein Katana  ;D

negativ, es gibt und gab keine geraden Katanas ;)
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Tobias Edelmann

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Re: Kettenhemd
« Antwort #7 am: März 13, 2008, 22:55:07 »
War im Mittelalter eigentlich auch eher Standard, weil der Stahl viel rostempfindlicher war als unserer heute. Darum wäre gerade zu fahrlässig gewesen, sein Kettenhemd nicht auf die Weise zu schützen!

Ähhh hab ich was verpasst, Kettenhemden wurden meines Wissens nicht im Mittelalter brüniert.
Brünieren ist ein chemischens Verfahren mit alkalischen Lösungen.
Die beschichtung ist übrigens auch nur 1/1000 mm dick.


Zum Thema Kettenhemd schau, wenn es nicht rosten soll, nach Niro/ Nirosta oder V2A Kettenhemden.
Die Brünierung oder das Zink reibt sich recht schnell ab und dann sieht die Kette nicht mehr wirklich schön aus.



Grüße

Tobias Edelmann

Offline Arkas

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Re: Kettenhemd
« Antwort #8 am: März 13, 2008, 23:08:58 »
Hallo Tobias,

ja, im Zeitalter der Galvaniker ist es ein chemisches Verfahren mit lauter übel riechendem Zeugs.

Im Mittelalter war es ganz heißes Metall, was anschließend in Öl getaucht wurde, woraufhin sich an der Oberfläche ein dunkler Film eingebrannt hat, der dann rostabweisend gewirkt hat. Mag jemand ein Eis drauf verwetten, ob sich vom brünieren der Begriff "Brünne" für das Kettenhemd abgeleitet hat?

GRuß ausm Harz

Yari

Offline Coran

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Re: Kettenhemd
« Antwort #9 am: März 14, 2008, 08:18:27 »
Zum Thema Kettenhemd schau, wenn es nicht rosten soll, nach Niro/ Nirosta oder V2A Kettenhemden.

Kann ich auch nur empfehlen, hab selbst ein Nirosta-Kettenhemd und da traut sich kein Rost dran  ;D
Und sieht auch noch tausend mal besser aus als alle mir bekannten Rostschutzverfahren


Offline Karlchen

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Re: Kettenhemd
« Antwort #10 am: März 14, 2008, 08:37:18 »
Bitte bitte seid vorsichtig, was Ihr so als Tatsache fürs Mittelalter verbreitet. Wenn es sich auf irgendwelche Primärquellen stützen lässt, kein Problem, aber bloße Vermutungen bitte auch als solche kennzeichnen.
Ruckzuck entstehen neue Szenelegenden, wie der Hörnerhelm, der Steckstuhl und das nicht vernietete Kettenhemd......

Brünne hat nix mit Brünierung zu tun, im MA war es möglich glühende Stahlteile in Ölbad zu brünnieren, dies wurde aber höchstselten gemacht und soweit ich weiß nicht bei Kettenhemden, mir ist kein brünniertes Original bekannt.
Büttel? Ihr seid kein Büttel! Mein Großvater, der war ein Büttel! Und wenn er Euch sehen könnte....*laberschwallsülz*

Tobias Edelmann

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Re: Kettenhemd
« Antwort #11 am: März 16, 2008, 23:30:28 »
Im Mittelalter war es ganz heißes Metall, was anschließend in Öl getaucht wurde, woraufhin sich an der Oberfläche ein dunkler Film eingebrannt hat, der dann rostabweisend gewirkt hat.

Erinnert mich jetzt eigentlich ans härten, was man heute mit unseren tollen wekzeugstählen macht, meines wissens standen die Stähle aus dem Mittelalter unseren heutigen in gewissen einsatzgebiten in nichts nach.

egal führt eh zu weit.
Sicher ist das sich die Schicht vom brünieren abreibt (ist übrigens "Edelrost"  :) )


Zurück zum Thema du kannst dir auch ein normales Kettenhemd kaufen und immer schön einölen, bleibt dir bei anderen plattenteilen eh nicht erspart


Offline Kelem

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Re: Kettenhemd
« Antwort #12 am: März 17, 2008, 08:27:59 »
Bitte bitte seid vorsichtig, was Ihr so als Tatsache fürs Mittelalter verbreitet. Wenn es sich auf irgendwelche Primärquellen stützen lässt, kein Problem, aber bloße Vermutungen bitte auch als solche kennzeichnen.
Ruckzuck entstehen neue Szenelegenden, wie der Hörnerhelm, der Steckstuhl und das nicht vernietete Kettenhemd......

Brünne hat nix mit Brünierung zu tun, im MA war es möglich glühende Stahlteile in Ölbad zu brünnieren, dies wurde aber höchstselten gemacht und soweit ich weiß nicht bei Kettenhemden, mir ist kein brünniertes Original bekannt.

Ich gebe Dir in Teilen Recht ... es entstehen schnell Legenden, aber Marc hat meiner Ansicht nach gekennzeichnet, dass es sich bei seiner Aussage um eine Vermutung handelt.

Doch hier mal meine 2 Cent zum Thema...

Die "dunkle" Farbe der Kettenhemden kann man durch den Erhitzungsvorgang (das Glühen zur Entspannung) vor dem Plätten erklären. Werden die Ringe nicht "Geglüht" werden sie spröde und brechen beim vernieten bzw. sobald sie einen "Treffer" abkriegen. Dies wäre ein wenig Contraproduktiv. Ob die dunkle bzw. schwarze Farbe der Hemden vom "Glühen" oder brünieren herkommt kann man erst nach einer metalurgischen Untersuchung des jeweiligen Hemdes feststellen ... meines Wissens nach gibt es brünierte Hemden, ich habe jedoch noch keine Statistik zu dem Thema gefunden wieviel % der Hemden derart behandelt waren. Fest steht jedoch, dass die Ringe die ich zum vernieten benutze und die nach dem "Glühen" schön schwarz sind und diese Farbe auch weiterhin beibehalten.

Zu den Kettenhemden aus Oma´s Truhe, ein Freund hat sich ein "verzinktes" Hemd dort gekauft

Hierbei handelt es sich augenscheinlich um einen Import aus Indien. Es sind relativ weiche Ringe die dort verarbeitet werden. Dies führt dazu, dass sich der ein- oder andere Ring aus diesem Hemd schnell mal aufbiegt und sich somit Löcher im Hemd bilden. Gerade in der Gegend unter den Armen.

Die Frage die man sich stellen muß, ist wie oft werde ich das Hemd, in welchen Rahmen, anziehen und ist mir dies egal. Brauch man es nur ein- zweimal im Jahr bei einem LARP und kann es dann im Notfall flicken sind die ca. 100 €uro ein Schnäppchen. Anders sieht es sicher aus, wenn man es sehr oft benötigt oder ggf. in einem Reenactmentrahmen und weder die Zeit noch das Know-How hat um mal schnell ein Hemd wieder fit zu machen.


Ich persönlich würde wenn es ein nicht vernietetes Hemd sein soll immer V2A-Ringe benutzen oder da die vernieteten Hemden immer günstiger werden, mir ein vernietetes zulegen!! Solltest Du Bezugsquellen für das eine oder das andere suchen, dann kann Dir sicher jemand hier im Forum weiterhelfen, oder schick mir ne PM und ich kann Dir mehre Möglichkeiten nennen.

Gruß aus der Hansestadt Köln, die im Mittelalter eine der Hauptproduktionsstätten für Kettenhemden in Deutschland war  >:D

Kalle
Gewalt ist nicht die Lösung .... aber ungemein hilfreich ;o)

Offline Micha

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Re: Kettenhemd
« Antwort #13 am: März 17, 2008, 11:46:35 »
So... wenn wir schon beim Historschen sind.

1. Brünieren ist das chemische Verfahren, welches sich im späten 18Jh. frühen 19.Jh. als Rostschutz und gestalterischer Aspekt verbreitet hat... das ergebnis ist BRAUN, und nicht Schwarz

das eigentliche Brünieren, was wir hier meinen, nennt man SCHWÄRZEN und wurde ursprünglich, wie erwähnt, durch das eintauchen von Warmem (unter 723°C) Eisen in Öl erzeugt. Dadurch verkohlen Bestandteile des Öls auf der Oberfläche und schützen das Material (ein Stück weit).

2. Geschwärzte Kettenhemden im MA: macht keinen Sinn, da sich der Film schnell abnutzt... Kettenhemden wurden gegen Rost gefettet/geölt und gescheuert mit Sand.

3. Verzinkte Kettenhemden im MA: NO WAY!!! Zink gab es in metallischer Form erst im 18.Jh.

3. Geschwärzte Kettenhemden im LARP: halte ich für die bessere Wahl, wenn man einen dunklen Stahl touch haben möchte. Deie Schwärzung arbeitet sich rasch runter und has Hemd präsentiert sich in einer dunkle Stahlfarbe. Zumindest tut meins das.

4. Verzinkte Kettenhemden im Larp: sehen meiner Meinung nach unecht aus und die Die Ringe sind weicher, da bei gleichem Drahtdurchmesser die weiche Zinkschicht einen Teil des Durchmessers einnimmt und so der eigentliche Stahldraht, der für die Stabilität verantwortlich ist dünner ausfällt.

5. VA / Edelstahl /Niro Kettenhemden: sehen gut aus... auch wenn mir abgenutzte Geschwärzte besser gefallen. Rosten nicht, sind aber schwerer und teurer.

Fazit: wer sein Material ausreichend Pflegt fährt mit einem billigen geschwärzten am besten. Vernietet ist natürlich Historisch korrekt und am stabilsten (hier verliert man eben keine Ringe.


soviel vom micha

P.S. wenn möglich ein Hemd aus 10er Ringen bestellen... die sind historisch korrekter (wenns verlangt wird)

Offline Denkyr

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Re: Kettenhemd
« Antwort #14 am: März 17, 2008, 11:58:27 »
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Also ich hätte ja grad ein schwarzes zu verkaufen http://www.drachenreiter.de/forum/index.php?topic=3431.0

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